Tagesschau-VideoChat mit Christian Wulff und talk42 am 04.05.09

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Christian Wulff
Schuldentilgung, Investitionen in Bildung und Steuerentlastungen – das sind laut CDU-Chefin Merkel die drei wichtigsten Programmpunkte für den Wahlkampf. Aber ist das mitten in der Wirtschaftskrise glaubwürdig? Widerspruch aus den Reihen der CDU-Ministerpräsidenten ist bereits hörbar.CDU-Vize Christian Wulff hält stets zur Kanzerin, sich bisher aber zur Steuerfrage bedeckt. Von ihm stammt der Vorschlag, ein Verbot der Neuverschuldung im Grundgesetz zu verankern – Wahlkampffutter für die SPD, die aus der Uneinigkeit der Union Kapital schlagen will. Als Ministerpräsident von Niedersachsen – und damit qua Amt Mitglied im Aufsichtsrat von Volkswagen – spricht sich Wulff gegen weitere staatliche Konjunkturspritzen jedoch aus. Einen staatlich festgelegten Mindestlohn oder Steuerhöhungen für Reiche soll es auch nicht geben: „Wer jetzt Steuererhöhungen das Wort redet, ist ein Vollpfosten“, sagte Wulff kürzlich – mit einem Seitenhieb auf das Wahlprogramm der SPD.

Der Name des jüngsten deutschen Ministerpräsidenten und stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden fällt häufig, wenn es um die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel geht. Doch Wulff lehnt ab: Er traue sich das Amt nicht zu, sagte der 49-Jährige im vergangenen Sommer. Gegner werfen dem in Umfragen beliebten CDU-Politiker jedoch vor, die Absage sei Taktik.

Will er wirklich nicht Kanzlerkandidat werden? Wer gewinnt den Wahlprogramm-Richtungsstreit der Union? Sind Staatsbeteiligungen an Unternehmen wie bei Volkswagen ein Weg aus der Wirtschaftskrise? Und wieso verteidigt er neuerdings die von der SPD nominierte Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan?

Fragen Sie Christian Wulff im tagesschau-Videochat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de.
Einen kompletten Mitschnitt des Chats vom 04.05.09 können Sie hier nachschauen: http://www.tagesschau.de/interaktiv/chat/chatprotokoll498.html

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